Elterngeld und Elternzeit

Voraussetzungen Elterngeld

Anspruch hat, wer:
- seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, dem deutschen Sozialversicherungsrecht unterliegt oder ins Ausland versetzt ist,
- mit seinem Kind, dem Kind des Ehepartners oder Lebensgefährten oder einem Kind in Adoptionspflege im Haushalt lebt,
- das Kind selbst betreut und erzieht und
- keine Erwerbstätigkeit über 30h/ Woche ausübt, sich in Ausbildung befindet oder als Tagespflegeperson nicht mehr als 5 Kinder betreut.

Nicht freizügigkeitbereichtigte Ausländer haben einen Anspruch, wenn:
- sie eine Niederlassungserlaubnis besitzen
- sie zur Ausübung einer erwerbstätigkeit bereichtigt sind oder waren und keine Aufenthaltserlaubnis nach §§ 16, 17, 18 Abs. 2, 104a Aufenthaltsgesetz haben
- sie eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs. 1, 23a, 24, 25 Abs. 3 bis 5 Aufenthaltsgesetz haben, sich seit mindestens 3 Jahren rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufhalten und berechtigt erwebstätig sind, laufende Leistungen nach SGB III beziehen oder sich in Elternzeit befinden.

Der Anspruch entfällt bei einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 250.000€ für Einzelpersonen oder mehr als 500.000 Euro bei Paaren.

Höhe des Elterngeldes

Das Basiselterngeld beträgt mindestens 300, höchstens 1.800 Euro monatlich und liegt bei 67 % des steuerpflichtigen Einkommens aus Erwerbstätigkeit. Steuerfreie Einkünfte werden nicht angerechnet. Abgezogen werden tatsächlich gezahlte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Bei Einkommen unter 1.000 Euro erhöht sich der Prozentsatz schrittweise auf 100%, bei Einkommen über 1.200 Euro vermindert sich der Prozentsatz schrittweise auf 65%. Die Schritte belaufen sich auf 0,1 Prozentpunkte pro 2 Euro Mehr- oder Minderverdienst.

Bei Erwerbstätigkeit im laufenden Elterngeldbezug wird das Elterngeld aus dem wegfallenden Einkommen nach o.g. Prozentsätzen berechnet. Als Einkommen vor der Geburt ist dabei maximal der Betrag von 2.770 Euro anzusetzen.

Mit 2 Kindern unter 3 Jahren* oder 3 und mehr Kindern unter 6 Jahren* im Haushalt erhöht sich das Elterngeld um 10%, mindestens 75 Euro. (Geschwisterbonus). Dies gilt auch für Adoptivkinder oder Kinder in Adoptionspflege unter 14 Jahren. Hier ist das Alter* (unter 3 oder unter 6 Jahren) die Dauer der Haushaltszugehörigkeit. Behinderte Kinder werden bis zum 14. Lebensjahr beim Geschwisterbonus anerkannt.

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld um 300 Euro für jedes weitere Kind. (Zwillige: 300 Euro, Drillinge: 600 Euro...)





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